citylights

 

Ich bin nicht unverschämt, nur weil ich sage, was ich denke.

Ich bin nicht arrogant, weil ich nicht jeden so lieben kann,
wie man es vielleicht von mir erwartet.

Ich bin nicht kompliziert, nur weil ich nicht
zu allem ´Ja´ und ´Amen´ sagen kann.

Ich bin nicht ignorant, weil mich Gerede über Belanglosigkeiten
nicht mehr interessieren.

Ich bin nicht intolerant, nur weil ich mich nicht
für alles begeistern kann.

Ich bin nicht zickig, nur weil ich mir nicht alles gefallen
und bieten lasse.

Ich bin nicht depressiv, weil ich nachdenklich bin.

Ich bin nicht kindisch, nur weil ich manchmal albern bin.

Ich bin nicht naiv, weil ich mich um Menschen sorge
und auch an das Gute glaube.

Ich bin nicht prüde, weil ich ein wenig wählerisch bin.

Ich bin nicht pessimistisch, wenn ich Schatten sehe,
wo kein Licht zu sehen ist.

Ich bin realistisch, weil das Leben es mich lehrte.

ICH BIN ICH . . .

Ich wurde geboren ohne es zu wollen.

Ich werde sterben ohne dass ich es möchte und
ohne gefragt zu werden.

So lasst mich wenigstens leben wie ICH es möchte.

Gertrud Janßen-Albers, Dezember 2009

     

Ich bin Dein Hund...
...und es gibt eine Kleinigkeit,
die ich dir ins Ohr flüstern möchte:

Ich weiß, ihr Menschen seid sehr beschäftigt.
Manche müssen Kinder großziehen.
Immer musst du hierhin und dorthin laufen,
oft viel zu schnell und oft auch,
ohne die wirklichen Dinge des Lebens
zu bemerken.

Sieh einmal zu mir herunter,
während du jetzt an deinem Computer sitzt.
Kannst du verstehen, auf welche Art meine
dunkelbraunen Augen in deine Augen sehen?
Sie sind schon etwas trüb geworden
und ein paar graue Haare habe ich
rund um meine Schnauze.

Du lächelst mich an, ich sehe es in deinen Augen.
Was siehst du in meinen? Siehst du mein Wesen?
Eine Seele in mir, die dich so sehr liebt,
wie niemand sonst es könnte?
Einen Geist, der dir alle früheren Versäumnisse vergeben würde,
hättest du jetzt nur einen Moment Zeit für mich.


Manchmal müssen wir so jung sterben,
so schnell, manchmal so plötzlich,
dass es dein Herz zerbricht.
Manchmal altern wir vor deinen Augen so langsam,
dass du es nicht einmal merkst, ehe das Ende kommt,
wenn wir dich mit ergrauten Schnauzen und
Charakter umwölkten Augen ansehen.
Immer noch ist die Liebe da, sogar wenn wir uns
diesen langen Schlaf hingeben müssen,
um frei in ein entferntes Land zu laufen,
bis wir uns wiedersehen.

Vielleicht bin ich morgen nicht mehr hier,
vielleicht bin ich nächste Woche nicht mehr hier.


Eines Tages wirst du das Wasser aus deinen Augen wischen,
das die Menschen haben, wenn tiefer Kummer
ihre Seelen füllt, und du wirst dir Vorwürfe machen,
dass du neulich nicht noch einen weiteren Tag
Zeit für mich hattest.

Weil ich dich so liebe,
berühren deine Sorgen meine Seele und machen mich traurig.
Komm her, setz dich zu mir auf den Boden
und sieh mir tief in die Augen.
Komm nicht als Alpha zu mir oder als Trainer
oder womöglich als Mama und Papa.
Komm zu mir als eine lebende Seele, streich mir übers Haar,
lass uns einander in die Augen sehen und einfach reden.
Du hast einmal beschlossen,
mich in deinem Leben zu haben, weil du wolltest,
dass eine Seele alles mit dir teilt.
Jemand, der ganz anders ist als du
und hier bin ich.


Ich bin dein Hund, ich bin lebendig.
Ich habe Gefühle, ich habe körperliche Sinne.
Ich kann die Unterschiede in unserem Wesen,
unseren Seelen fühlen.
Mit alle deinen Marotten bist du menschlich
und ich liebe dich trotzdem.
Nun komm, setzt dich zu mir auf den Boden.
Komm in meine Welt und lass die Zeit .
Langsamer laufen, wenn auch nur 15 Minuten.
Vielleicht gibt es kein Morgen für uns.
Das Leben ist so furchtbar kurz.

In Liebe Dein Hund

(Verfasser unbekannt)

 

 

 

 

maya momo

     

 

 

 

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Freude bringt . . .

ein Waldspaziergang,

ein Sonnenuntergang am Meer,

eine duftende Rose,

eine blühende Wiese,

ein kleines Lächeln,

ein Blick in ein freundliches Gesicht,

ein Zwinkern aus liebevollen, warmen Augen,

ein liebes Wort zur rechten Zeit,

eine liebevolle Umarmung,

wenn jemand zu dir sagt, dass er dich mag,

ein lieber Anruf oder Brief, auf den du schon lange gewartet hast,

ein kleines persönliches Geschenk,

ein gutes Buch,

wenn jemand an deinem Geburtstag an dich denkt,

wenn du nicht vergessen wirst,

ein Sonnenstrahl am Morgen, denn er erhellt den neuen Tag,

das Zwitschern der Vögel,

ein lachendes, unbeschwertes  Kind,

nach einer Krankheit wieder gesund zu sein,

einem Menschen Blumen zu schenken,

seinen Nächsten zu achten,

wenn dir dein Hund freudig entgegen springt,

ein Blick aus treuen Hundeaugen,

die Vorfreude auf einen Besuch oder ein Fest,

schöne Träume zu haben,

erholsame Stille,

wahre und echte Freunde zu haben,

zu lieben und geliebt zu werden,

immer wieder nach vorne zu schauen.

Freude bringt so vieles,

was unsere Seele erhellt.

All dieses und mehr fällt dir und mir wieder ein,

wenn am Ende eines trüben Tages,

wieder ein Licht am Ende des Tunnels erscheint.

Gertrud Janßen-Albers, Mai 2010

     

Ein neuer Tag erwacht

Still, sanft und leise
tastet sich der neu geborene Tag,
langsam durch die Nacht.
Alles ruht! Nur der muntere Gesang der Vögel,
erinnert mich daran.
Ein junger neuer Tag bricht an.

Intensiv atme ich die frische kühle Luft ein
während sich auf meiner Haut
ein leichtes Frieren,
durch den aufsteigenden Morgendunst
schmeichelnd und angenehm
bemerkbar macht.
Ein neuer Tag erwacht.

Ganz sanft und fast scheu,
bahnt sich die Morgenröte ihren Weg
durch die zu Ende gehende Nacht.
Zarte,  stets wechselnde Farben halten mich gefangen,
und ziehen mich in ihren Bann.
Ein neuer Tag erwacht.

In der Ferne höre ich einen Hund bellen,
ein Zeichen, der Zeitungsbote zieht
fleißig seine Runde.
Ein leichtes Grollen durchdringt erneut die Stille,
der erste Morgenzug rollt pünktlich seinem Ziel entgegen.
Ein neuer Tag erwacht.

Verzaubert schaue ich der Amsel zu,
wie sie ohne Scheu, sich im Gras ihr Futter sucht.
Flink und stolz fliegt sie davon,
mit einem Regenwurm im Schnabel.
Ebenso schnell kehrt sie zurück,
um Nachschub für den Frühstückstisch
für ihre kleinen, hungrigen Mäuler im Nest, zu holen.
Ein neuer Tag erwacht

Der  neue Tag bricht an,
und niemand von uns weiß,
wie er sich zeigt und verläuft.
Noch ist alles ruhig, fast feierlich
in dieser morgendlichen, göttlichen Stunde.
Ein neuerTag erwacht.

Dankbar und innerlich bewegt
über den zuverlässigen Rhythmus der Natur,
fühle ich eine wohltuende Ruhe in meiner Seele.
Alles scheint für den Moment im Einklang zu sein.
Ein neuer Tag ist erwacht.

Gertrud Janßen-Albers
Juni 2010

 

 

 

 

Dr-054
 

     

regenbogen

gedichtteddy

 

Dein dankbarer Hund

Ich bin glücklich und vollkommen, wenn du bei mir bist.
Ich bin selig, wenn du mich streichelst.
Ich bin dankbar, wenn du mich liebkost.
Ich bin außer Rand und Band, wenn du mit mir tobst.

Ich bin traurig, wenn du leidest und Kummer dich plagt,
Ich bin einsam, fühle mich verlassen, wenn du nicht da bist.
Ich bin dein Hund und freue mich
über jede Sekunde, die du mir schenkst.

Ich bin dein Partner, ich bin dein Freund,
ich halte dir stets die Treue
in guten und in weniger guten Zeiten,
denn du bist der Sinn und Inhalt meines Lebens.

Ich bin dein Hund, der dich über alle Maßen verehrt und liebt,
bis an das Ende meiner Lebenstage.
Ich bin dein Hund und lebe nur für dich,
jetzt hier und allezeit.

Ich bin dein Hund und habe nur einen Wunsch.
Wenn meine Uhr abgelaufen ist
und meine Zeit von dir zu Gehen gekommen ist,
du im Schmerz um mich, niemals den Lebensmut verlierst.
Dass du in Freude und Dankbarkeit,
an unsere gemeinsame und schöne Zeit, zurück denkst.

An keinem neuen Tag vergisst,
hoffnungsvoll in die Zukunft zu seh´n
und deinen Weg ohne mich an deiner Seite,
zufrieden und glücklich weitergehst.
Ich bin dein Hund, der dich über alles liebt und liebte,
und wünsche mir, dass du mir meinen ersten und letzten Wunsch
mit deiner großen Liebe, die du mir schenktest, erfüllst.

Das war der Sinn meines Lebens, an deiner Seite.
Eines Tages werden wir uns wiedersehen
und alles wird so sein, wie einst.
Ich bin dein Hund, ich bleibe dein Hund,
auch am anderen Ende der Regenbogenbrücke.
Meine und deine Erinnerungen werden sich
zu einem unlösbaren Band verbinden
und für immer unsterblich machen.

In Liebe
dein dankbarer Hund.

Gertrud Janßen-Albers
August 2010

     

Herbstbeginn

Der warme Sommerwind weht
nicht mehr durch mein Haar,
fast kein Sonnenstrahl meine Haut
noch ein wenig bräunt.
Kaum Blütenduft in der Luft,
stattdessen weht mir ein kalter Wind um die Nase.
Mit Wehmut denke ich
an die warmen Sommertage und Abende.
Sie kehren immer wieder zu uns zurück, welch ein Trost.


Zum Dank an zu schnell vergangene Tage,
belohnt uns der Herbst mit seinen bunten, goldenen Farben.
Bunte Blätter fliegen jetzt durch die Luft,
im Wald kann ich nach Herzenslust
mit dem Laub am Boden spielen.
Meine Wehmut fliegt an sonnigen Herbsttagen mit davon,
denn ich freue mich wie ein Kind,
über den Herbst in
seinem allerschönsten Kleid.
 
Gertrud Janßen-Albers
2010

 
 

fuenfgedichte

     
koeniggedicht  

Abendnebel hüllt ganz still und leise,
Felder, Wiesen und Wälder
in ein fast undurchsichtiges Kleid.

Gewoben aus feuchter, schwerer Luft,
ist und bleibt es ein traumhaftes Unikat.

Kein Mensch kann es zerreißen,
keiner Mode ist es unterworfen.

Es gehört nicht dir, es gehört nicht mir,
es gehört uns allen.

Die Kleider und Wunder der Natur sind kostenlos,
und schenken uns mehr
als ein tausend Dollar teures Ballkleid.
 
Gertrud Janßen-Albers
2010

 
     

Für dich und euch
Wenn du aufrecht deinen Weg weitergehst,
selbst wenn deine Schultern noch so schwer sind,
niemals dein Ziel, und sei es noch so klein,
aus den Augen verlierst,
leichtfüßig über deinen eigenen Schatten springst,
keinen Tag ohne zu lieben und zu vergeben
an dir vorüberziehen lässt,
stets mutig, tapfer und ohne Scheu,
deinen Blick nach vorne richtest
deinem Gefühl und deinem Herzen vertraust,
dich von der Hetze und Schnelligkeit der Zeit
nicht verzehren lässt,
immer darauf bedacht bist,
deinen inneren Frieden zu bewahren,
dann wirst du in allen Zeiten deines Lebens,
niemals von deinem Weg abkommen
und immer wieder die Sonne sehen.

Dieses und viel mehr,
wünsche ich mir für dich und euch
Gertrud Janßen-Albers
2010

 

denk25