poes1
 

Niemals?

Niemals sollte einer meiner Hunde in`s Bett hüpfen,
niemals sollten sie mir mein Gesicht ablecken,
niemals sollten sie die Couch beschlagnahmen,
niemals sollten sie mir ein schlechtes Gewissen hinterlassen,
wenn ich sie allein zu Hause lassen muss.
Niemals  sollten sie mich so verändern.

Niemals möchte ich auf all dieses, was nie sein sollte,
jemals wieder verzichten.
Niemals habe ich in meinem Leben soviel Liebe und
unendliche Treue erfahren und erlebt.

Gertrud Janßen-Albers, 2010

Das Leben ist schon schwer genug
und häufig auch voll Lug und Trug!
Doch eine Hoffnung gibt es auf Erden,
ein kleiner Wautz tuts oft mich lehren!

Vier Beinchen - eins oft mal mit Schmerzen,
dein Wedeln, ja es kommt von Herzen!
In deinen Äuglein scheint die Sonne,
was will ich mehr, das ist ne Wonne!

Herbert Döll, 2010

  macho
     
natur  

Zauber einer Vollmondnacht

Wie gebannt schaue ich zum Himmel hinauf,
in dieser hellen, klaren Vollmondnacht.
Nichts ängstigt mich, schau ich in das freundlich
lächelnde Gesicht des Mondes.

Alle Sorgen und bedrückenden Gedanken
vom Tage, lösen sich auf,
als würde eine wärmende Hand schützend über mich wachen.
Kaum hörbar, danke ich dem Mond,
oben am sternenklaren Himmel,
für seine magische Kraft und Stärke,
der Nacht die Finsternis zu nehmen.

Tief brennt es sich in meine Seele, mein Herz hinein,
niemand von uns ist jetzt allein.
Der alles erhellende Mond am Firmament,
gibt mir und uns in seiner strahlenden Pracht,
Kraft und Zuversicht, für den neuen, kommenden Tag.

Der Mond wird sich dem wiederkehrenden,
natürlichen Zyklus der Natur bald beugen,
eine Weile fast unscheinbar über uns sein.
Pünktlich zu seiner Zeit in einer neuen, klaren Nacht
trifft er wieder bei uns ein,
zu unserem nächsten, himmlischen Rendezvous
oder Mondschein-Stelldichein.

Gertrud Janßen-Albers

 

   

Armer Eisbär Knut

Unser aller geliebter Eisbär Knut lebt nicht mehr.
In seinem viel zu kurzen Leben,
durfte auch er niemals artgerecht leben.
Stattdessen wurde er ein Medienstar,
der kaum zur Ruhe kam.
Armer Eisbär Knut.
 
Von der Mutter verstoßen,
wurde unser kuscheliger Babybär Knut,
von liebevollster Menschenhand aufgezogen.
Auch kleine, kuschelige Eisbären werden schnell groß,
und eines Tages hieß es Abschied nehmen,
von seinem vertrauten Ziehpapa.
Armer Eisbär Knut.
 
Schon früh fühlte unser Eisbär Knut,
durch den plötzlichen Tod seiner vertrauten,
menschlichen Bezugsperson,
wie schmerzvoll ein Abschied ist.
Mit und unter seinesgleichen im Zoogehege,
war sein Leben, alles andere als ein Leichtes für ihn.
Armer Eisbär Knut.
 
Angekommen, jetzt im Land des Friedens,
wird und darf er leben,
ohne Menschenmassen vor seinen Gitterstäben.
Wie ein richtiger Eisbär, im glitzernden Schnee und Eis,
in der großen, unendlichen Weite der Freiheit.
Mach´s gut, lieber Eisbär Knut.
 

Gertrud Janßen-Albers, 19.03.2011

 

 

knut

   

 

mais  

So mancher Mensch nimmt´s
mit der Wahrheit nicht ganz so ernst.
Spielt sich und und anderen gern etwas vor.

So manche Treue wurde schon gebrochen,
so manches Versprechen niemals eingehalten.

So mancher Mensch sollte von den Hunden lernen,
um Mensch und menschlicher zu werden.

Niemals würden wir belogen, betrogen
oder allein gelassen werden.

Stattdessen dürften wir erfahren,
wie gut es uns allen tut,
von unseren Mitmenschen,
geliebt, geachtet und geehrt zu werden.
Gertrud Janßen-Albers 2011

 

   

Farbenfroh, leise und verträumt,
begibt sich der Herbst langsam auf seine große Reise.

Sein Abschied fällt uns allen schwer,
trotz der Freude und Gewissheit, auf eine Wiederkehr.

Unser nächster Gast, der Winter heißt,
hat in seinem Gepäck Schnee, Eis und Kälte versteckt.

Auch dieser feste, harte Mann, hat seine guten Seiten,
und verwöhnt uns oft mit einem blauen Himmel.

Glitzernd weiße Wintertage und Nächte,
lassen unser aller Herz erfreuen.

Alles hat seine Zeit, und jede Jahreszeit ihren Reiz,
drum freuen wir uns schon heute, auf den Herrn Lenz.

Gertrud Janßen-Albers 2011

  wald
   

 

wiese  

Von ganz allein und ungefragt,

tauchen Erinnerungen

aus längst vergangenen Zeiten wieder auf.

Die glücklichen unvergessenen Momente,

sehnen wir uns oft zurück, oder sie zaubern

uns ein Lächeln ins Gesicht.

Weniger gute Erinnerungen hingegen

reißen längst vernarbte Wunden,

immer wieder aufs Neue schmerzhaft auf.

Ohne unsere Erinnerungen,

würde unser Leben wie

ein ausgedörrtes Flussbett vor uns liegen.

Kein Pflänzchen der Hoffnung,

keine neue Lebensfreude,

keine neue Liebe

könnte wieder neu erwachen,

wachsen und gedeihen.
Gertrud Janßen-Albers 2011

     

Achte immer die Würde deines Hundes,
und setze dich niemals darüber hinweg.
Versuche niemals deinen Hund zum Clown zu machen,
um ihn der allgemeinen Belustigung auszusetzen.

Norbert Müller

  momo-maya
   

 

schneegedicht