27.11.2005 - SonntagsReport
Von Jana Köhler

Pisa-Studie aus der Sicht eines Vierbeiners
Leeranerin bringt 2. Band ihrer "Hundeabenteuer" heraus / Samstag im NDR zu sehen
Leer (jk)Ein Jahr nach ihrem Erstlingswerk hat Gertrud Janßen-Albers aus Leer nun den zweiten Band ihrer Hundeabenteuer herausgebracht. Rund 40 lebendige, reich bebilderte Geschichten umfasst das Büchlein, das seit Samstag im Handel erhältlich ist.
Abermals hat die Hobbyschriftstellerin versucht, sich in die Hundewelt ihres Mischlings Maya hineinzuversetzen. Doch nicht nur hundespezifische Themen, wie man geneigt sein könnte zu glauben, finden in den Geschichten Beachtung. "Ich versuche, in jeder Geschichte aktuelle Themen etwa aus der Politik mit einfließen zu lassen", erklärt Gertrud Janßen-Albers. Pisa-Studie aus der Sicht eines Vierbeiners, Feuerwerkskörper an Silvester, Gesundheitsreform oder die Wallheckenschutzgemeinschaft finden so unterschwellig Einzug in die Geschichten. Ein gewisses Maß an Zynismus und Ironie spiegelt sich dort wider. Auch den pädagogischen Aspekt lässt die Leeranerin nicht außer Acht. "Ich möchte eine Botschaft transportieren", erklärt sie. Kinder sollen zum Lesen animiert werden und Eltern zum Vorlesen. Bewusst lässt sie so manche Frage offen. "Kinder sollen nachfragen", weiß die Hundeliebhaberin und Mutter aus Erfahrung. Das Heft ist in einer Auflage von 1.000 Exemplaren im Sollerman Verlag, erschienen und kostet 5,95 Euro. Einen Euro von jedem verkauften Exemplar spendet  die Tierliebhaberin dem Tierheim Jübberde. Für Gertrud Janßen-Albers und ihre Hundegeschichten hat sich auch das Fernsehteam des NDR-Maganzins "Lieb und struppig" interessiert und vor Ort gedreht. Aufgrund von Progammänderungen wird der Beitrag über die Leeranerin am kommenden Samstag (3. Dezember) um 14.30 Uhr ausgestrahlt. "Mayas Hundetagebuch" Band 2 gibt es bei: Druckerei Sollermann, Multi Süd und Nord, Ruma im Deverpark (Papenburg), Vela (Moormerland) und weiteren Geschäften.  


 

13.11.2005 - SonntagsReport
Von Jana Köhler

"Tun Sie so, als ob wir nicht da wären"
NDR-Team von "Lieb und struppig" bei Leeraner Hundebuchautorin zu Gast
Leer (jk) Gertrud Janßen-Albers sitzt in ihrem Wohnzimmer vor einem Stapel Manuskripte. Den Rotstift in der Hand verpasst sie ihren Texten den letzten Schliff, liest laut ihre niedergeschriebenen Zeilen. Die Leeranerin verfasst Hundegeschichten. Nichts scheint sie in ihrer Kreativphase aus der Ruhe zu bringen. Ihre Hundemischlinge Maya und Momo haben es sich neben ihr auf dem Sofa bequem gemacht, nutzen die mittägliche Lesestunde wohlwollend für ein kleines Nickerchen.
Und doch ist an diesem Dienstag etwas anders. Das Wohnzimmer ist auffallend hell erleuchtet und neben Janßen-Albers sind drei Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks im Raum. Kamera und Mikrophon sind auf die lesende Autorin gerichtet. "Tun Sie so, als ob wir gar nicht da wären", lautet die Regieanweisung von NDR-Redakteur Jens Klemp. Gemeinsam mit Kameramann Jens Saathoff und Tontechniker Hartmut Krummrei ist der Hannoveraner in die Ledastadt gereist, um einen Beitrag für das NDR-Magazin "Lieb und struppig" über die schreibende Hundeliebhaberin und ihre Vierbeiner zu drehen. "Das müssen wir noch einmal machen. Nicht in die Kamera schauen", tönt es aus dem Hintergrund. Jetzt erzählt Gertrud Janßen-Albers, wie sie zum Schreiben kam. Wie sie sich den Schmerz über den Tod von Jack-Russell-Mischling "Teddy" von der Seele schreiben wollte. Wie aus dem Mittel zur Schmerzverarbeitung schließlich eine Passion wurde. Und wie ihr erstes Buch "Mayas Hundeabenteuer" entstand. Mittlerweile ist schon eine Folgeband in Arbeit, der pünktlich zum Sendetermin erscheinen wird.
Erstaunlich, wie viel Aufwand für einen Fernsehbeitrag von zwei Minuten dreißig betrieben wird, meint die Hobbyschriftstellerin nach den Dreharbeiten. "Wir brauchen etwa das Zehnfache an Bildmaterial", erklärt Jens Saathoff. Die Kurzreportage ist am 26. November um 14.30 Uhr im NDR zu sehen.